Taufstein

Taufstein im Chor

Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Die Konzentration des reformierten Gottesdienstes und also des kirchlichen Lebens auf Altartisch und Kanzel brachte es mit sich, dass der Chor als wichtigster Teil des ganzen Kirchenbaues liturgisch verwaist war. Die evangelische Konfession kennt die Vorstellung eines heiligen Ortes nicht.
Bei der jüngsten Renovierung räumte man die Bänke aus dem mittleren Bereich heraus; die Holzlauben für Pfarrer und Pfarrfamilie waren schon in den sechziger Jahren beseitigt worden.
Erst 19xx wurde durch die Aufstellung eines Taufsteins unter dem Schlussstein, der den Engel mit dem Kelch trägt, zum ersten Mal nach der Reformation wieder eine sinnvolle liturgische Nutzung erreicht, die der Bedeutung des Ortes und des Raumes gerecht wird. Hier sind die beiden evangelischen Sakramente der Taufe und des Abendmahles einander zugeordnet.