Leitlinien

 

Leitlinien Evangelischer Kindergarten Bornheim

Wir sind evangelisch, kindgerecht und gemeinschaftsorientiert.

Evangelisch

Gottes Zuwendung gilt besonders den Kleinen und denen die Schutz bedürfen. Darüber hinaus sind alle Menschen von Gott bedingungslos angenommen. Darum sollen alle Wertschätzung und Anerkennung erfahren, Gemeinschaft und Hilfe erleben, Gelingen, Glück und Talente als Geschenke sehen, Unvollkommenheit akzeptieren lernen, in Offenheit, Respekt und Achtung miteinander das Leben gestalten.

Kindgerecht

Unabhängig von Herkunft, Religion, Begabungen und Fähigkeiten unterstützen wir die Kinder alters- und entwicklungsgemäß. Wir leiten die Kleinen an, sich selbst und ihre Umwelt zu entdecken.
Wir wollen einen kindgerecht gestalteten Lebensraum bieten, in dem sich jedes Kind mit seinen Begabungen und Eigenschaften entfalten kann und altersgemäß, individuell und Familien ergänzend gefördert wird.

Gemeinschaftsorientiert

Wir stärken die Freude am miteinander Leben, Lernen und Feiern. Kinder erfahren in unserer Einrichtung Verlässlichkeit, Vergebung und Vertrauen. Sie werden in ihrer Beziehungsfähigkeit unterstützt und lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Wir verstehen uns als Partner der Eltern in Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung. Wir pflegen die Verbindung zur Kirchengemeinde, den Ortsgemeinden und der Grundschule.

Kunterbuntes Treiben Drinnen und Draußen

In unserer Einrichtung findet ein  kunterbuntes Treiben in drei speziell ausgestatteten Räumen, einem Turnraum und einem gemütlichen Flurbereich statt.
Neben zwei Waschräumen, Küche, Personalzimmer und Büro haben wir ein großes Außengelände, welches an den Kirchgarten grenzt und als naturnaher Erlebnisraum umgestaltet wurde. Hiermit bieten wir den Kindern eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Erleben und Erfahren mit allen Sinnen.

In einer liebevollen Atmosphäre stehen den Kindern Räume für Kreativität, Rollenspiel, Bewegung und Entspannung zur Verfügung. Die Atmosphäre eines Raumes hat für uns eine wichtige Bedeutung, da Räumlichkeiten auch eine „erzieherische Wirkung“ auf das Kind haben. Diese Wirkung nutzen wir für unsere pädagogische Bildungsarbeit. So vermeiden wir zum Beispiel zu viel an Materialien (Spiele, Bausteine, Bastelsachen, und dekorierte Wände), um eine Übersicht und Orientierung zu schaffen, aber auch Überforderung und Reizüberflutung zu vermeiden.

Bei uns kann ein Raum von Kindern erforscht werden. Es wird die Wahrnehmung erweitert, indem durch das Anfassen/ Angreifen begriffen werden kann. Manche Materialien sind für Kinder zugänglich und auf Kinderhöhe eingerichtet. Unsere Räume sind veränderbar, sie entwickeln sich mit den Kindern. So kann aus einer Spielecke im Zimmer eine Räuberhöhle oder ein Tierpark werden. Die erzieherische Wirkung hat zur Folge, dass Kinder sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen, Beziehungen aufbauen und den Raum als Lebens- und Lernort erfahren können.

 

Bildung und Erziehung in einem gut gelebten Alltag

Die Zeit im Tagesablauf, in der das Kind den Spielpartner, das Material, den Ort und den Zeitumfang auswählt und seine eigenen Ideen allein oder mit anderen Kindern verwirklichen kann, ist das Freispiel. In unserem Tagesgeschehen hat das Freispiel einen hohen Stellenwert und es bedarf der sorgsamen Pflege. Hier hat das Kind ein breites Feld zur Erprobung der verschiedenen Kompetenzen. Wir begleiten die Kinder mit unserer Aufmerksamkeit im Mitspielen und Dasein, im Unterstützen und Helfen. Freispielangebote, wie z. B. Fenster bemalen, kochen oder das Gestalten mit verschiedenen Materialien sollen die Kinder motivieren, aus eigenem Antrieb daran teilzunehmen.
Sie sollen dem Kind helfen, sich für Neues und Unbekanntes zu interessieren. Das Freispiel bietet erweiterte Räumlichkeiten, sowie mehr Kontakte zu Kindern und Erwachsenen der anderen Gruppen. Sie können Freunde treffen und finden andere Spielmaterialien- und Möglichkeiten. Durch den erweiterten Handlungsspielraum wird die Entwicklung besonders gefördert.
Im gezielten Angebot, wie z. B. das Turnen oder das Betrachten von Bilderbüchern liegt der Schwerpunkt darin, dass sich das Kind über einen begrenzten Zeitraum konzentriert und somit lernt, seine eigenen Wünsche aufzuschieben.

Gruppen – groß und klein

Solche Angebote finden einmal in der Großgruppe, sowie der „homogenen Gruppe“ (altersgleich) und als Einzelförderung statt. Jedes Kind ist demnach einer Gruppe zugeordnet, da es auch die feste Bindung in der Gruppe braucht. Die bestehenden Gruppen wiederum sind in Groß- und Kleingruppen organisiert. Da gibt es einmal die Großgruppe der Pusteblumenkinder  in der bis zu fünfundzwanzig Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt ihren festen Platz und ihre Erzieherin haben. Zudem gibt es die Großgruppe der Sonnenblumenkinder, in der bis zu fünfundzwanzig Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt aufgenommen sind.
Neben diesen Großgruppen existieren Kleingruppen, welche altersgleich zusammengesetzt und von festen Erzieherinnen betreut werden. Alle Vorschulkinder, die ein Jahr vor Schuleintritt stehen, befinden sich in der „Wackelzahngruppe“. Die Kinder von zwei bis drei Jahren, also die „Gänseblümchen“ haben jeden Tag in ihrer Krippengruppe einen Abschlusskreis. Altersgleiche Förderung heißt für uns, den Kindern das Leben, Lernen und Forschen in homogenen (altersgleichen) Gruppen zu ermöglichen. Hierbei gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder ein, mit dem Gedanken, eine Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.
Das Lernen voneinander in altersgemischten Gruppen ermöglichen wir in unserer Freispielzeit. Hier treffen Kinder unterschiedlichen Alters aufeinander und geben sich gegenseitig vielseitige Anregungen und Möglichkeiten zur Nachahmung. Eine Integration aller Kinder ermöglicht es dem einzelnen Kind, seine soziale Rolle wahrzunehmen, Beziehungen aufzubauen und somit handlungs- und kontaktfähig zu werden.

Gruppenübergreifendes Angebot

Unsere Gruppenübergreifenden Angebote, welche geplant oder spontan sein können, sind Einladungen an alle Kinder. Hier werden in jeder Gruppe zu einem Thema altersgerecht die gleichen Inhalte vermittelt. Diese Form des „Gruppenübergreifenden Angebotes“ wird auch als Projektarbeit bezeichnet.

In vielfältiger Weise können in unserer Arbeit somit Bildungs- und Lernprozesse kindgerecht in Gang gesetzt werden. In den verschiedenen Formen der Gruppen-Zusammensetzung wird die Erziehungsarbeit zur individuellen Förderung des Kindes präzisiert, gestärkt und durch die Empfehlungen des Bildungsauftrages ergänzt.