Kanzel

Ursprünglicher Standort

Ursprünglicher Standort der Kanzel Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Ursprünglicher Standort der Kanzel
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

An diesem Pfeiler befand sich die Kanzel, da sich die Predigt an die große Zahl der Gläubigen wandte und als Wallfahrtspredigt an die Pilger. Die Kanzel gehörte zur Gemeindehalle, nicht zum Chor, der war ein Raum der Priester.

Änderungen der Reformation

Neue Platzierung von Kanzel und Alter nach der Reformation Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Neue Platzierung von Kanzel und Alter nach der Reformation
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Nach der Reformation wurde die liturgische Trennung von Chor und Kirchenschiffen aufgehoben. Der Hochaltar wurde beseitigt, ein neuen Altartisch in die Mitte der Kirche gestellt, auf den man von allen Seiten aus hinsehen konnte. Daneben stellte man die Kanzel auf, damit man auf allen Plätzen die Bibelauslegung hören konnte.

Aus Alt und Neu zusammengefügt

Mittelalterlicher Kanzelfuss Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Mittelalterlicher Kanzelfuss
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Von der alten Kanzel ist nur der Unterbau erhalten: Am Fuß der Pfeilers halten Engel einen Wappenschild. Die Farbreste zeigen, dass hier einmal eine Dornenkrone aufgemalt war.

Werkzeuge der Marter Christi

Marterwerkzeuge aus dewr Leidensgeschichte Christi Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Marterwerkzeuge aus dewr Leidensgeschichte Christi
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Unterhalb der Kanzelbrüstung sieht man eine Folge von Wappen mit Gegenständen, die in der Leidensgeschichte Jesu erwähnt werden, den „Leidenswerkzeugen“.

 Der unbekannte Steinmetz

Steinmetzzeichen  Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Steinmetzzeichen
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Wie der Bildhauer hieß, der die Kanzel schuf, wissen wir nicht. Vielleicht waren es auch zwei Handwerker, denn es sind zwei Zeichen angebracht.

Christus ist der Gottesknecht des Jesaja

Kanzelfuss Inschrift: ESAIAS (Jesaja) Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Kanzelfuss
Inschrift: ESAIAS (Jesaja)
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Die Inschrift weist auf den Propheten Jesaja und auf dessen Weissagung vom Knecht Gottes:
Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Jesaja 53,3+4

Der Traurige Engel

 

Schildtragender Engel Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel

Schildtragender Engel
Fotografie: Dr. Wolfgang Bickel