
Die Konzentration des reformierten
Gottesdienstes und also des kirchlichen Lebens auf Altartisch
und Kanzel brachte es mit sich, daß der Chor als wichtigster
Teil des ganzen Kirchenbaues liturgisch verwaist war. Die
evangelische Konfession kennt die Vorstellung eines heiligen
Ortes nicht.
Bei der jüngsten Renovierung räumte man die Bänke
aus dem mittleren Bereich heraus; die Holzlauben für
Pfarrer und Pfarrfamilie waren schon in den sechziger Jahren
beseitigt worden.
Erst 19xx wurde durch die Aufstellung eines Taufsteins unter
dem Schlußstein, der den Engel mit dem Kelch trägt,
zum ersten Mal nach der Reformation wieder eine sinnvolle
liturgische Nutzung erreicht, die der Bedeutung des Ortes
und des Raumes gerecht wird. Hier sind die beiden evangelischen
Sakramente der Taufe und des Abendmahles einander zugeordnet.
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